Bronchienerweiternde Substanzen

Bronchienerweiternde Substanzen führen bei einem Asthmaanfall zu schneller Entspannung der Atemwegsmuskulatur und damit zur Erweiterung der Bronchien, so dass die Atmung leichter fällt. Diese Medikamente bekämpfen hauptsächlich die akuten Beschwerden, nicht aber die Entzündung als eigentliche Ursache des Asthmas.

ß2-Mimetika = ß2-Adrenergika

ß2-Mimetika bewirken eine Weitstellung der Bronchien innerhalb weniger Minuten durch eine Entspannung der krampfhaft angespannten Muskeln des Bronchialsystems. Kurz und schnell wirkende ß2-Mimetika sind deshalb auch zur Behandlung eines Anfalls geeignet.
Beispiele für solche Wirkstoffe: Salbutamol, Formoterol, Reproterol

Anticholinergika

Anticholinergika wirken ähnlich wie ß2-Mimetika, ihre Wirkung setzt allerdings nicht so schnell ein und macht sich erst ca. 20 Minuten nach der Inhalation bemerkbar. Daher sind Anticholinergika zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls nicht geeignet.

Theophylline

Seit mehreren hundert Jahren werden Kaffee- oder Teeaufgüsse zur Asthmatherapie eingesetzt. In die hierbei wirksame Substanz gehört auch das Theophyllin, welches die Bronchialmuskulatur entspannt und dadurch das Atmen erleichtert. Es wird zur Dauertherapie eingesetzt, kann aber auch in schweren Asthmaanfällen als Tropfen oder Infusion gegeben werden. Bei Überdosierungen können allerdings auch Unruhe, Schlaflosigkeit oder gar Herzrhythmusstörungen auftreten.