Was ist beim Asthmatiker anders?
Asthmatiker haben ein überempfindliches Atemwegsystem. Das heißt, dass bei einem Asthmatiker die beschriebenen Schutzmechanismen (s. Kapitel Schutz- und Hilfsmechanismen des Atemwegsystems) schon auf kleinste Reize anspringen, auf die ein Nicht-Asthmatiker noch nicht reagieren würde. Der Arzt nennt diesen Zustand bronchiale Hyperreaktivität. So kommt es, dass das Bronchialsystem sich in einem andauernden Abwehrzustand und in einer dauerhaften Entzündung befindet. Daher gehört Asthma bronchiale zu den chronischen (=sich langsam entwickelnden, dauerhaften) Krankheiten.
Welche Symptome hat ein Asthmatiker?
Diese stetige leichte Entzündung bemerkt der Asthmatiker meist nicht. Die Entzündung führt zu gesteigerter Empfindlichkeit des Bronchialsystem auf äußere Reize. Die Bronchialschleimhaut schwillt an. Sobald die Entzündung jedoch stärker wird, produzieren die Schleimhäute mehr Schleim. Der Körper versucht diesen Schleim durch Husten zu entfernen. Der Arzt nennt dies Auswurf. Gleichzeitig reagieren die Muskeln der Bronchien allerdings mit einer krampfartigen Verengung, so dass es schwierig wird, die Luft, die noch in den Bronchien ist, auszuatmen. So kommt es dazu, dass zu viel Luft in der Lunge verbleibt und diese nur erschwert gegen diesen Widerstand der Bronchien ausgeatmet werden kann. Die Ausatmung dauert dann deutlich länger.
Meist hat der Asthmatiker nachts und am frühen Morgen Atemnot. Typischerweise hört man dann bei der Ausatmung ein Pfeifen und Quietschen. Der Arzt kann mit dem Stethoskop noch genauer hinhören und hört ein "Giemen" und "Brummen". Häufig hört man diese Geräusche auch schon ohne Stethoskop.
Meist hat der Asthmatiker nachts und am frühen Morgen Atemnot. Typischerweise hört man dann bei der Ausatmung ein Pfeifen und Quietschen. Der Arzt kann mit dem Stethoskop noch genauer hinhören und hört ein "Giemen" und "Brummen". Häufig hört man diese Geräusche auch schon ohne Stethoskop.
Was passiert bei einem Asthmaanfall?
Ein typischer Asthmaanfall beginnt nach einem kurzen Beklemmungsgefühl in der Brust mit dem Einsetzen schwerer Atemnot. Durch eine plötzliche starke Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut kommt es zu einer Schwellung (Ödem) der Bronchien und ihrer Schleimhaut. Es wird vermehrt dickflüssiger Schleim produziert, was zur Verkrampfung der Muskulatur in den Bronchien führt. Durch die immer enger werdenden Atemwege kann der Betroffene die eingeatmete Luft nicht mehr richtig ausatmen. Je mehr Luft in der Lunge zurückbleibt, desto schwerer fällt es, Luft einzuatmen. Dieses Zusammenspiel verschiedener Mechanismen führt zu Verengung der Atemwege und damit akut zur Atemnot. Diese Reaktion läuft sehr schnell ab, meist in ca. einer halben Stunde.
Bei einem Asthmaanfall ist es wichtig, zuerst die vom Arzt angegebenen Medikamente richtig zu inhalieren und dann weitere Hilfe zu holen. Weitere Verhaltenshilfen und Hinweise finden Sie im Kapitel Selbsthilfe: "Was kann ich selbst tun, um meinen Zustand zu verbessern?"
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