Chronisch entzündliche Darmerkrankung-Visual

Konfrontation mit der Krankheit

„Ja, das war natürlich ein Schock, da ich vorher so gut wie nie etwas von Morbus Crohn gehört hatte. Aber ich hab mich dann damit getröstet, dass es ja nur die zweitschlechteste aller Möglichkeiten ist; ich war ja mit der Eigendiagnose ,Krebs‘ zum Arzt gegangen! Mein Arzt hat mir dann auch gleich gesagt, dass das Ganze chronisch ist, na ja da bin ich dann zu Hause gleich ins Internet – und war deprimiert, weil ich wohl gleich bei den schlimmsten Fällen gelandet war! Ich habe mich dann im Verwandten- und Bekanntenkreis umgehört und war dann überrascht, dass das Ganze doch stärker verbreitet ist, als mir das bewusst war.“
S. M. 49 Jahre
„Wenn ich heute jemandem mit dieser Diagnose einen Rat geben müsste? Bleib gelassen und locker. Ich weiß ja, dass das schwer fällt, aber die Informationen, die man in Büchern liest oder aus dem Internet holt, sind oft dramatischer als die Krankheit selbst.“
T. K., 51 Jahre
„Bei mir hat das Ganze 1971 angefangen, da wusste man von der Krankheit noch relativ wenig. Am Anfang hatte ich immer noch gedacht, dass das Ganze vielleicht nach ein paar Monaten ausgestanden ist. Dass das dann chronisch ist, habe ich erst bei einer Operation Jahre später von einer Krankenschwester erfahren. Die hat dann gesagt, seien Sie froh, dass das Morbus Crohn ist und kein Darmkrebs.“
L. A., 66 Jahre
„Deprimierend war das am Anfang schon. Aber ich denke positiv und habe mir gesagt, irgendwie geht es schon weiter. Ich wusste ja, dass man dagegen was tun kann, und häufig verläuft die Krankheit ja relativ milde. Und heute sehe ich, dass ich damit leben kann, na ja, so ähnlich wie andere zum Beispiel mit Diabetes.“
S.T., 49 Jahre