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Echinacea

Echinacea

Die indianischen Ureinwohner Amerikas sammelten das Kraut der Echinacea purpurea und benutzten es zur äußerlichen Behandlung von eitrigen Wunden und Schlangenbissen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Echinacea auch in Europa bekannt. Wegen der großen Nachfrage begann die Firma Dr. Madaus & Co in den 30er Jahren, Echinacea purpurea zu kultivieren.

In Europa wächst der Sonnenhut nicht wild, dafür wird er in vielen Gärten als hübsche dekorative Staude gezogen, die viele Monate in Blüte steht.

Heute wird heute der Purpursonnenhut in verschiedenen europäischen Ländern und auch in Deutschland zur medizinischen Verwendung angebaut.

Der Sonnenhut kann die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Obwohl die Pflanze erst relativ kurz bei uns bekannt ist, wissen wir schon ziemlich viel über die Wirkungsmechanismen, da über Echinacea in den letzten Jahrzehnten intensiv geforscht wurde.

Medizinische Bedeutung

Ein starkes Immunsystem ist Voraussetzung für die Abwehr von Erkältungskrankheiten. Deshalb ist die vorbeugende Anwendung von Immunmodulatoren, das sind Stoffe, die das Immunsystem anregen, oft sinnvoll. Oft wirken sie auch noch, wenn sich schon erste Anzeichen einer Erkältung zeigen. Zubereitungen von Echinacea purpurea stimulieren die Immunantwort, vor allem bei rezidivierenden Infekten der oberen Luftwege und ableitenden Harnwege.

Echinacea kann bei Erkältungen, Entzündungen und Virusinfektionen helfen.

Äußerlich wird Echinacea bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden eingesetzt.

Beim Menschen und auch im Experiment wurde nachgewiesen, dass eine orale Gabe von Echinacea purpurea-Zubereitungen eine deutliche immunbiologische Wirkung hat, u.a. wird die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Milzzellen erhöht und die Phagozytoseleistung menschlicher Granulozyten aktiviert. Als wirkungbestimmend gelten hochmolekulare Polysaccharide, und Alkylamide.

Uraltes Indianerwissen

Ein Arzt beobachtete, wie eine Indianerfrau eine Echinacea Pflanze zwischen Steinen zerquetschte und den Pflanzenbrei einem Jäger, der sich bei der Jagd verletzt hatte, mit einem Verband auf die Wunde legte, damit diese rasch verheile.

Außerdem wurde diese Behandlungsform von den Indianern auch bei Schlangenbissen und fieberhaften Erkrankungen angewandt.

Der Arzt beschaffte sich die Pflanzen und konnte die Erfahrungen der Indianer bestätigen. Dadurch kam Echinacea sehr bald in den USA in Gebrauch.

Dr. Gerhard Madaus und die Echinacea

Dr. Gerhard Madaus (1890-1942) war ein Mann mit bewundernswertem Mut und Entdeckergeist.

In Radebeul begann er, die Heilpflanzen für die medizinischen Produkte seiner Firma selbst anzubauen. Madaus holte das Saatgut der Sonnenhutpflanze aus USA nach Deutschland, kultivierte sie für einen Anbau und untersuchte als erster die pharmakologische Wirksamkeit der Inhaltsstoffe.

Als er fälschlicherweise aus Amerika statt Samen von Echinacea angustifolia solche von Echinacea purpurea bekam, entmutigte ihn das nicht. Obwohl die Heilwirkungen von Echinacea purpurea damals in Europa noch nicht so bekannt waren, baute er sie dennoch an.

Sein Wagemut wurde belohnt. Heute ist Echinacea purpurea die einzige von der Kommission E positiv monographierte Echinacea-Art und die Ausgangspflanze für das Echinacin® Madaus.

Andere Namen der Echinacea purpurea

  • Purpurfarbene Kegelblume
  • Purpurfarbener Igelkopf
  • Purpurfarbener Sonnenhut
  • Roter Sonnenhut
  • Rote Sonnenblume

Namensursprung

  • griechisch: έχίνος (echinos) = Igel (in Bezug auf die stacheligen Fruchtböden).
  • purpurea = purpurrot (wegen der Blütenblätterfarbe).
  • angustifolia = schmalblätterig
  • (Madaus 1938)

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