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Granatapfel

Heilpflanzen

Eine orientalische Köstlichkeit

Der Granatapfel stammt vermutlich aus Persien. Heute wird er in allen warmen Ländern angebaut, zum Beispiel im ganzen Mittelmeerraum, in Brasilien und im Iran.

Der Granatapfel wächst auf einem fünf bis acht Meter hohen Baum. Die äussere Haut der Frucht ist etwa fünf Millimeter dick und lederartig. Ihr verdankt es der Granatapfel, dass er wochen-, sogar monatelang gelagert werden kann, ohne an Qualität einzubüßen.

Im Innern befinden sich, von weissen, stark gerbsäurehaltigen und darum sehr bitteren und ungeniessbaren Trennwaenden in Kammern aufgeteilt, die kleinen, von einer blassroten, saftigen und wohlschmeckenden Hülle umschlossenen Samen. Diese Hülle sind für Feinschmecker das Entscheidende.

Der Geschmack ist delikat. Er erinnert etwas an Johannisbeeren. Wie genießt man einen Granatapfel? Man gewinnt den Saft, indem man die Frucht wie eine Zitrone aufschneidet und dann auspresst. Trinken Sie ihn pur mit Zucker, mit Zitronensaft, Mineralwasser oder Sekt. Im Orient werden auch die reifen Früchte samt der Schale mit der Hand weich geknetet, die Schale dann durchbohrt und der Saft direkt aus der Frucht getrunken.

Medizinische Bedeutung

In letzter Zeit steigt das wissenschaftliche Interesse am Granatapfel stark an.  Die wichtigste Eigenschaft der schönen Frucht: das ungeheure antioxidative Potenzial der Granatapfel-Polyphenole, zum Beispiel Punicalagin, Ellagitannin oder Ellagsäure. Die antioxidative Wirkung des Granatapfels ist 3-4 mal höher als die von so berühmten Radikalenfängern wie Rotwein und Grünem Tee.

Granatapfelinhaltsstoffe können wahrscheinlich bösartige Zellen bremsen oder  eliminieren, andere reparierten und  vor negativen Einflüssen schützen.

Zahlreiche Studien weisen auf die positive Wirkung des Granatapfels bei verschiedenen Krebsarten hin. Außerdem kann offenbar die Einnahme von Granatapfelzubereitungen bei Arteriosklerose, Magenerkrankungen, bakteriellen und viralen Infektionen, Diabetes mellitus und Osteoporose helfen.

Der Name des Apfels

Der deutsche Name "Granatapfel" ist auf das lateinische Wort granae für Kerne oder Körner zurückzuführen oder auf lateinisch granatus (= körnig, kernreich). Seinen lateinischen Namen, punica granatum, verdankt er den Phöniziern (auch Punier genannt), die den Granatapfel im römischen Reich verbreiteten. Der Name bedeutet also "kernreiche Frucht aus Phönizien"

Das Wort "Granatapfel" steckt auch im Wort Granate. Der rote Halbedelstein Granat wurde ebenso nach ihm benannt wie die Stadt Granada in Spanien. Die umgebende Landschaft ist heute noch ein wichtiges Anbaugebiet.

Farbwunder

Schale und Saft des Granatapfels sind seit Jahrhunderten Farbstoffe für Orientteppiche.

Durch das Kochen der Frucht erhält man eine pechschwarze Tinte.

Die Fruchtschale des Granatapfels wurde in Indien zum Färben von Wolle in Gelb- und Schwarztönen verwendet.

Mit einem Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes können mit Hilfe einer Eisenbeize tief dunkelblaue Farbtöne erzeugt werden.

Happy Hour

Aus dem mit Zucker gekochten Saft des Granatapfels erhält man einen Sirup, der einst ausschließlich aus Granatäpfeln der Karibikinsel Grenada hergestellt wurde. Deshalb heißt er Grenadine. Er gibt dem Tequila Sunrise und verschiedenen anderen Cocktails den fruchtigen Geschmack und die rote Färbung.

Lebensfreude und Fruchtbarkeit

Öffnet man die gelbe oder rote Schale des Granatapfels, kommen Unmengen kleiner Samen zum Vorschein, die alle von einer eigenen, saftigen Hülle umgeben sind. Aus dem einen Apfel werden so viele kleine, eigenständige Früchte. Daher wurde der Granatapfel im gesamten Orient als Fruchtbarkeitssymbol verstanden.

Aus einem großen Apfel werden viele kleine Samen und versinnbildlichen so sowohl Lebensfülle und -freude, als auch die Hoffnung auf zahlreichen Nachwuchs.

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