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Sandorn

Sanddorn

Sauer macht lustig

Sanddorn wird auch Sandbeere, Seedorn, Stranddorn oder Dünendorn genannt. Alle Namen beziehen sich auf den bevorzugten Lebensraum der Pflanze.

Der Sanddorn wächst an steilen Klippen, in Buchten und sogar auf Dünen. Er ist sehr widerstandsfähig und genügsam. Viel Licht verlangt er allerdings.

Die silbergrauen bis dunkelrotbraunen Sträucher wachsen zu einem undurchdringlichem Dickicht zusammen. Ihre schmalen Blätter sind an der Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite silbrig.

Der Geschmack der Beeren ist sehr sauer bis bitter. Deswegen wird Sanddorn oft als gesüßtes Mus oder Marmelade verarbeitet, Sanddornsaft meist mit süßeren Säften gemischt.

In Deutschland wächst Sanddorn vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere auf der Insel Rügen.

Medizinische Bedeutung

Vor allem der hohe Gehalt an Vitamin C macht den Sanddorn wertvoll. Er wird von keiner heimischen Obstsorte übertroffen.

Sanddorn wird daher vor allem in Wintermonaten zur Stärkung des Immunsystems getrunken oder gegessen. Er kann vorbeugend oder therapiebegleitend eingesetzt werden, zum Beispiel bei Infektanfälligkeit, Erschöpfungszuständen, Appetitmangel und zur Leistungssteigerung.

Auch bei erhöhtem Vitamin-C-Bedarf, zum Beispiel in der Schwangerschaft, Stillzeit, im Wachstum, bei alten Menschen, bei Rauchern oder bei Menschen mit regelmäßigem Alkoholkonsum kann Sanddorn angewendet werden. Schon zwei bis drei Esslöffel Sanddornsaft oder -mus täglich können den Mehrbedarf decken.

Sanddornbeeren enthalten aber noch viel mehr als nur Vitamin C. Sie sind auch reich an Vitamin E, ß-Carotin und die Vitamine B1, B2, B6 und B12. Vitamin E und ß-Carotin sind wie Vitamin C Radikalfänger.

In größeren Mengen kommen im Sanddorn auch verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalzium, Magnesium, Mangan, Eisen) und die in ihrer Wirkung noch wenig erforschten sekundären Pflanzenstoffe wie Phytosterine, biogene Amine und Polyphenole vor.

Auf Grund dieser Inhaltsstoffe spricht man dem Sanddorn schützende und vorbeugende Wirkungen bei Herz- und Gefäßkrankheiten zu. Herz- und Nierenfunktion und Wasserausscheidung können günstig beeinflusst werden, die Phytosterine und biogenen Amine können außerdem den Cholesterinspiegel regulieren.

Zähes Sensibelchen

Die Sanddornernte (Ende August bis Mitte Oktober) ist sehr aufwändig. Die Beeren lösen sich nur schwer vom Strauch und sind ziemlich dünnhäutig, so dass sie beim Pflücken sehr oft platzen.

Mittels spezieller Handschuhe können sie auch direkt am Strauch ausgepresst (gemolken) werden. Das soll aber der Pflanze nicht besonders gut tun.

Eine andere Methode ist das mühsame Abschütteln vom Strauch auf vorher ausgebreitete Tücher.

Manche Produzenten schneiden auch ganze beerentragende Äste von den Sträuchern und legen diese dann auf Rüttelmaschinen.

Trotzdem: bei jeder Sanddornernte, egal mit welcher Methode, zermatschen sehr viele Beeren und viele Erntehelfer zerstechen sich die Finger.

Sanddorn fürs Volk

Sanddorn wurde in Deutschland zuerst Ende der 1960er Jahre in der DDR angebaut. Durch den hohen Vitaminanteil erhoffte man sich einen Beitrag zur Volksgesundheit.

Den Instituten wurden Forschungsgelder bereitgestellt. Die Forscher waren fleißig und entwickelten innovative Erntemethoden. Diese Forscher waren es auch, die neue Sorten durch Mutation und Züchtung hervorgebrachten und schließlich die tatsächliche positive Wirkungsweise des Sanddorns in klinischen Studien nachwiesen.

 

 

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