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Tanne

Christbaum

Die Geschichte des Christbaums

Der Christbaum hat seinen Ursprung im mittelalterlichen Krippenspiel in der Kirche. Vor dem eigentlichen Krippenspiel fand das Paradiesspiel statt, in dem gezeigt wurde, wie durch Adam und Eva die Sünde in die Welt kam, von der wir durch Christi Kreuzestod befreit wurden. Zu diesem Spiel gehörte ein immergrüner Baum als "Paradiesbaum", der mit Äpfeln geschmückt war.

Mit den Jahren wurde der Paradiesbaum immer schmucker: (vergoldete) Nüsse, Festgebäck und Süßigkeiten ersetzten oder ergänzten nach und nach die Äpfel, um die "paradiesische" Funktion des Baumes für die Gläubigen deutlich zu machen. In Silberpapier und in Goldpapier eingewickelte Früchte dieses Baumes sind so zu den Vorlagen für Christbaumkugeln und Christbaumschmuck geworden.

Im 16./17. Jahrhundert taucht der Paradiesbaum außerhalb der Kirche auf: bei Gemeinschaftsfeiern von Zünften und Bruderschaften. Er löste sich damit vom Krippenspiel ab, wurde Symbol der Advent- und Weihnachtszeit. Der erste kerzengeschmückte Tannenbaum schließlich stand als 1611 in Schlesien im Schloß der Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien. Die Lichterbäume tauchen zunächst in den Wohnstuben evangelischer Familien auf - als konfessionelles Gegensymbol zur (katholischen) Weihnachtskrippe.

Ab 1820 stand mit dem nun erfundenen Stearin ein preisgünstiger Ersatz für das teure Bienenwachs zur Herstellung von Kerzen zur Verfügung, so dass sich immer mehr Menschen einen kerzengeschmückten Baum überhaupt leisten konnten.

Allgemein gebräuchlich wurde der Weihnachtsbaum erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dass die Verbreitung relativ langsam vorangekommen war, hatte  natürlich viel damit zu tun, dass ihn die Kirchen wegen seiner magischen, heidnischen Herkunft zunächst ablehnten. Nach England kam der Weihnachtsbaum durch den deutschen Prinzgemahl Albert der britischen Königin Victoria (1837 - 1901). Erst ab dem 19. und 20. Jahrhundert kommt der Tannenbaum auch in die Wohnzimmern katholischer Familien. In die Neue Welt kam der Weihnachtsbaum gewissermaßen im Reisegepäck deutscher Auswanderer.

Medizinische Bedeutung

Tannenzubereitungen helfen innerlich angewandt bei Bronchialkatarrhen, äußerlich verwendet man sie gegen Muskelschmerzen.

Schon früher wurde in der Volksheilkunde nicht immer zwischen Tanne (Abies) und Fichte (Picea-Arten) unterschieden und die Drogen vielerorts gleich verwendet. Auch heute kann unter der Bezeichnung 'Fichtennadelöl' das ätherische Öl beider Gattungen verstanden werden.

Hildegard von Bingen über die Tanne

Hildegard von Bingen schrieb vor 800 Jahren in ihrer Naturheilkunde: „Die Tanne ist mehr warm als kalt und enthält viele Kräfte. Sie ist ein Sinnbild der Stärke. Geister hassen Tannenholz und vermeiden Orte, an denen sich solches befindet.“

Immergrüne Zweige als Schutzzauber

Die langen , dunklen Winternächte machten den Menschen früher Angst. Die Wintersonnwende wurde herbeigesehnt, denn ab dem 24. Dezember werden die Tage wieder länger, das Licht kehrt zurück. In allen Kulturen und Religionen ist der immergrüne Baum Wohnsitz der Götter und guten Geister und damit Zeichen des Lebens gewesen. Zur Feier der Wintersonnenwende wurden früher grüne Zweige als Schutz und Zaubermittel sowie zur Beschwörung des Sommers gesammelt und am und im Haus aufgestellt.

Rezept: Tannensirup

In ein Einmachglas abwechselnd Tannentriebe (die weichen, hellen Büschel an den Zweigspitzen) und weißen oder braunen Zucker schichten. Die letzte Schicht sollte aus Zucker bestehen. Das Glas verschließen und 3 Wochen in die Sonne stellen. Es bildet sich ein aromatischer Sirup, der noch gefiltert werden muss.

 

Schutzbaum

Die Tanne war für die Kelten und Germanen ein Schutzbaum, der vor dem krankmachenden Einfluß dämonischer Kräfte schützte.
 

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