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Thuja

Heilpflanze

Thuja als Heilmittel

Thuja ist sehr giftig, dennoch wurde es früher in vielen Kulturen als Heilmittel verwendet. Heute wird Thuja vor allem homöopathisch eingesetzt.

Die Indianer bereiteten aus den gequetschten, frischen Zweigen mit Schweinefett eine Salbe gegen Gliederschmerzen. In der Frauenheilkunde wurde sie als menstruationsfördernd angesehen.

Der Duft der Öldrüsen der Thuja vertreibt Insekten. Teeaufgüsse, Zweige und Tinkturen wurden zur Behandlung von Floh- und Läusebefall eingesetzt. Auch Warzen und Pilzerkrankungen wurden mit Thuja behandelt.

Als Räuchermittel ist die Thuja in den verschiedensten Kulturen bekannt. Als wohlriechende Räucherung werden Holz, Harz, Blätter und Zapfen verwendet. Nordamerikanische Indianer verwenden Thuja als Räucherstoff in der Schwitzhütte.

Als ätherisches Öl darf Thuja, wenn überhaupt, nur stark verdünnt in Einreibe- und Massageölen zum Beispiel bei chronischem Muskelrheuma, Gelenkrheuma und Nagelbettentzündungen tropfenweise verwendet werden.

Kein Vogelfreund

Bei uns ist Thuja occidentalis, der abendländische Lebensbaum, vor allem als schnell wachsende und immergrüne Hecke bekannt. Häufig wird sie ein bisschen lieblos als Einfriedung benutzt, man trifft sie auch oft auf Friedhöfen.

Leider sind in den Gärten die berühmten „Thujawände“ immer noch sehr populär – kein Wunder, da sie oft unglaublich billig in Gartencentern und Baumärkten angeboten wird. Aus gärtnerischer Sicht ist Thuja nicht nur recht eintönig, sondern obendrein auch noch ökologisch ungeeignet. Während Hecken aus einheimischen Gehölzen vielen verschiedenen Tieren Unterschlupf und Nahrung bietet, können die meisten unserer Tiere mit Thuja nichts anfangen.

Indianerholz: Thuja gigantea

Der Riesen-Lebensbaum (Thuja gigantea) spielte als Rohstoff für die Indianer Nordamerikas eine sehr große Rolle. Aus ihr stellten sie ihre Boote und Plankenhäuser her.

Die Totempfähle aus Zedernholz trugen plastische Schnitzereien, die die mythischen Ahnen der Totemclans darstellten, zum Beispiel Schwertwal, Rabe, Adler und Bär.

Die Menschen schnitzten aus Zedernholz auch Paddel und Löffel, reliefartig verzierte und tiergestaltige Eßschalen und die bei Tanzfesten benutzten Rasseln und Masken.

Aus dem Bast der Zeder, den die Indianer mit Schabern aus Holz oder Walrippe vom Stamm lösten und  anschließend mit vierkantigen Knochenklopfern weich und geschmeidig schlugen, flochten sie Schultermäntel, Matten und einfache Hüte.

Geben und Nehmen

Die Ureinwohner Nordamerikas kannten die Heilkräfte  von über 3000 Pflanzen, die sie an speziell ausgewählten Orten sammelten.

Dabei pflückten sie die benötigten Pflanzen nicht einfach, sondern erklärten den Pflanzen, wozu sie sie benötigten, und sie baten um Erlaubnis, sie pflücken zu dürfen, da sonst „ihre Kraft nicht hilft“.

Nach indianischer Auffasung darf der Mensch nicht einfach nur nehmen, ohne zu geben. Deshalb hinterließ der Medizinmann dort, wo er Pflanzen oder Pflanzenteile sammelte, stets eine kleine Gabe, zum Beispiel etwas Maismehl, Tabak oder eine Münze.

Thujon und die grüne Fee

Thujon ist ein Nervengift, das nicht nur in Thuja, sondern zum Beispiel auch in Wermut und Rainfarn enthalten ist.

Die verheerende Wirkung von Absinth ("Die grüne Fee") ist neben dem sehr hohen Alkoholgehalt vor allem dem Thujagift Thujon zuzuschreiben.

Vincent van Gogh, Ernest Hemingway und Ernest Dawson waren populäre Absinth-Trinker, deren seelischer Zerfall unter anderem auf den Absinthismus zurückgeführt wird.



 

 

 

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